| Hund :
Der Hund stellt vielleicht so eine Art Beschützer für Martha Vogeler dar. Dieser Effekt
macht sie noch wichtiger im Sinne für Heinrich Vogeler. Man sieht an diesem Beschützer,
den er ihr zu Seite stellte, dass Martha ihrem Ehemann sehr wichtig war. Weiterhin
verstärkt der Hund die Trennung der beiden Gruppen durch Martha Vogeler.
Allerdings kann es auch sein, dass Heinrich Vogeler mit diesem Hund nicht nur Martha
schützen wollte, sondern auch unerwünschten Besuchern den Eintritt auf die Terrasse und
somit auch in die kleine Gesellschaft verwehren wollte.
Der einfachste Grund für das Einfügen des Hundes ist, dass Vogeler wirklich so
einen Hund besaß und das dieser immer bei den Privatfeiern anwesend war.
Martha Vogeler :
Martha Vogeler ist die zentrale Figur in diesem Bild; sie trennt die beiden Gruppen und
steht im Mittelpunkt des Bildes.
Dies zeigt einerseits, dass sie Heinrich Vogeler sehr wichtig war und andererseits, dass
sie vielleicht im gewissen Sine zu beiden Gruppen gehörte.
Sie schaut abwesend in die Ferne, als wenn sie sich an etwas schönes, vergangenes
erinnern würde.
Mit diesem Blick wollte Vogeler vielleicht seine eigenen Gefühle ausdrücken. er konnte
sie nicht über sich selbst im Bild ausdrücken, da sein Gesicht verdeckt ist.
Dreier
Damengruppe links :
Diese Damen (Paula Modersohn-Becker, Agnes Wulf, Clara Rilke-Westhoff) waren zu der Zeit
als er das Bild malte, seine besten Freundinnen. Er malte sie im Gespräch und im Zuhören
vertieft, da Paula und Clara sehr gute Freundinnen waren.
Paula
Modersohn-Becker :
Paula Modersohn-Becker war die beste Freundin Vogelers, sie verstand ihn wie er es meinte
und fühlte mit ihm. Er malte sie der Musik lauschend, als ob sie in ihr
versinken würde und wollte. Er malte sie wahrscheinlich so, da er selbst am meisten die
Musik an solchen Privatfeiern/treffen liebte und da sie das genau so empfand wie er. Paula
hat in diesem Bild einen etwas wehmütigen Blick, obwohl sie eigentlich eine Frohnatur
war. Das kommt vielleicht daher, dass sie es als traurig empfand, dass ihre Freundin Clara
mittlerweile durch ihre heirat das genaue Gegenstück von ihr war und sich nicht mehr für
eigene Projekte einsetzte, sondern einfach nur noch den Haushalt machte.
Dass sie seine
beste Freundin war, sieht man daran, dass sie auch nach seiner Konvertierjung zum
Kommunismus seine Freundin blieb, obwohl sich einige seiner anderen Freunde von ihm
abwanden.
Agnes Wulf :
Agnes
Wulf ist wahrscheinlich nur in dem Bild, da sie wirklich öfters bei diesen Treffen dabei
war.
Sonst gibt es nämlich keine mir weiteren, bekannten Gründe, warum Vogeler die Worpsweder
Arzttochter mit in das Bild aufnahm.
Clara
Rilke-Westhoff :
Clara war neben Martha und Paula, Vogelers beste Freundin. Sie war immer herzlich
willkommen auf dem Barkenhoff und zählte auch immer zu den Gästen bei solchen
Privattreffen.
Vogeler malte sie mit einem verbittert wirkenden Gesichtsausdruck, dass kommt vielleicht
daher, dass sie seit kurzer Zeit verheiratet war und nicht mehr so viel mit Paula zusammen
machen konnte, aber Clara nahm ihr los als Hausfrau an und brachte immer wieder das
ruhige-verstehnde in die kleine Gesellschaft.
Otto Modersohn :
Otto Modersohn steht im linken Hintergrund und verschwommene Gesichtszüge. Er war einer
der beiden Künstler, die mit Vogeler zusammen die Worpsweder Kunstwerkstätte gründeten.
Er misstraute Vogeler zuerst bzw. konnte nicht den "richtige Draht" zu ihm
finden.
Vogeler fügte ihn in das Bild wahrscheinlich mit ein, da er einerseits zu diesen Treffen
anwesend war, aber wahrscheinlich noch eher, weil er Modersohn als Freund und Erbauer der
Worpsweder Kunst sah.
Dreier
Herrengruppe rechts :
Die rechte Herrengruppe, zu der auch Vogeler selbst
gehört musiziert zur Freude der Anwesenden. Sie spielen wahrscheinlich ein Stück von
Mozart, Bach oder ähnlichen, da Vogeler einerseits diese Musik liebte und andererseits,
da die Instrumente (Violine, Querflöte und wahrscheinlich Kontrabass) zu diesen stücken
passen.
Franz Vogeler :
Franz Vogeler steht im rechten Hintergrund; er gehört
zu den Musikern und spielt die Querflöte. Das Heinrich Vogeler ihn mit ins Bild aufnahm,
zeigt einerseits, wie bei jeder der Personen, dass er bei solchen Treffen anwesend war,
aber andererseits auch, dass Heinrich eine gute Beziehung zu seinem Bruder hatte und
sie auch pflegte.
Martin Schröder
:
Martin Schröder sitz im rechten Mittelgrund und spielt
die Violine; er ist wahrscheinlich der Bruder von Rudolf Alexander Schröder, einem Bremer
Poeten. Bei Martin Schröder ist es genauso wie bei Agnes Wulf unklar, warum Vogeler sie
in sein Bild aufnahm.
Heinrich Vogeler
:
Heinrich Vogeler malte sich selber im rechten
Mittelgrund von Martin Schröder verdeckt mit einem Kontrabass oder einem ähnlichen
Instrument in der Hand. Er fügte sich selbst vielleicht in das Bild ein, damit es nicht
so wirkte als ob er außerhalb der kleinen Gesellschaft wäre und sie nur male. Außerdem
war er bei jedem der Treffen anwesend, da er zu ihnen lud. Wahrscheinlich malte Heinrich
Vogeler dieses Bild aus Erinnerungen an solche Abende und verdeckte sein Gesicht, um von
sich kein Selbstporträt zu malen.
© Christoph Sieb ( Klasse 9.4 GymLi)
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