Home ] Nach oben ] Syntaktik ] [ Semantik ] Pragmatik ]

Semantik
barksm.jpg (66250 Byte)
Hund :

             Der Hund stellt vielleicht so eine Art Beschützer für Martha Vogeler dar. Dieser Effekt macht sie noch wichtiger im Sinne für Heinrich Vogeler. Man sieht an diesem Beschützer, den er ihr zu Seite stellte, dass Martha ihrem Ehemann sehr wichtig war. Weiterhin verstärkt der Hund die Trennung der beiden Gruppen durch Martha Vogeler.
Allerdings kann es auch sein, dass Heinrich Vogeler mit diesem Hund nicht nur Martha schützen wollte, sondern auch unerwünschten Besuchern den Eintritt auf die Terrasse und somit auch in die kleine Gesellschaft verwehren wollte.
Der einfachste Grund für das Einfügen des Hundes ist, dass Vogeler wirklich so einen  Hund besaß und das dieser immer bei den Privatfeiern anwesend war.

Martha Vogeler :

             Martha Vogeler ist die zentrale Figur in diesem Bild; sie trennt die beiden Gruppen und steht im Mittelpunkt des Bildes.
Dies zeigt einerseits, dass sie Heinrich Vogeler sehr wichtig war und andererseits, dass sie vielleicht im gewissen Sine zu beiden Gruppen gehörte.
Sie schaut abwesend in die Ferne, als wenn sie sich an etwas schönes, vergangenes erinnern würde.
Mit diesem Blick wollte Vogeler vielleicht seine eigenen Gefühle ausdrücken. er konnte sie nicht über sich selbst im Bild ausdrücken, da sein Gesicht verdeckt ist.

Dreier Damengruppe links :

             Diese Damen (Paula Modersohn-Becker, Agnes Wulf, Clara Rilke-Westhoff) waren zu der Zeit als er das Bild malte, seine besten Freundinnen. Er malte sie im Gespräch und im Zuhören vertieft, da Paula und Clara sehr gute Freundinnen waren.

Paula Modersohn-Becker :

             Paula Modersohn-Becker war die beste Freundin Vogelers, sie verstand ihn wie er es meinte und   fühlte mit ihm. Er malte sie der Musik lauschend, als ob sie in ihr versinken würde und wollte. Er malte sie wahrscheinlich so, da er selbst am meisten die Musik an solchen Privatfeiern/treffen liebte und da sie das genau so empfand wie er. Paula hat in diesem Bild einen etwas wehmütigen Blick, obwohl sie eigentlich eine Frohnatur war. Das kommt vielleicht daher, dass sie es als traurig empfand, dass ihre Freundin Clara mittlerweile durch ihre heirat das genaue Gegenstück von ihr war und sich nicht mehr für eigene Projekte einsetzte, sondern einfach nur noch den Haushalt machte.
             Dass sie seine beste Freundin war, sieht man daran, dass sie auch nach seiner Konvertierjung zum Kommunismus seine Freundin blieb, obwohl sich einige seiner anderen Freunde von ihm abwanden.

Agnes Wulf :

          Agnes Wulf ist wahrscheinlich nur in dem Bild, da sie wirklich öfters bei diesen Treffen dabei war.
Sonst gibt es nämlich keine mir weiteren, bekannten Gründe, warum Vogeler die Worpsweder Arzttochter mit in das Bild aufnahm.

Clara Rilke-Westhoff :

             Clara war neben Martha und Paula, Vogelers beste Freundin. Sie war immer herzlich willkommen auf dem Barkenhoff und zählte auch immer zu den Gästen bei solchen Privattreffen.
Vogeler malte sie mit einem verbittert wirkenden Gesichtsausdruck, dass kommt vielleicht daher, dass sie seit kurzer Zeit verheiratet war und nicht mehr so viel mit Paula zusammen machen konnte, aber Clara nahm ihr los als Hausfrau an und brachte immer wieder das ruhige-verstehnde in die kleine Gesellschaft.

Otto Modersohn :

              Otto Modersohn steht im linken Hintergrund und verschwommene Gesichtszüge. Er war einer der beiden Künstler, die mit Vogeler zusammen die Worpsweder Kunstwerkstätte gründeten. Er misstraute Vogeler zuerst bzw. konnte nicht den "richtige Draht" zu ihm finden.
Vogeler fügte ihn in das Bild wahrscheinlich mit ein, da er einerseits zu diesen Treffen anwesend war, aber wahrscheinlich noch eher, weil er Modersohn als Freund und Erbauer der Worpsweder Kunst sah.

Dreier Herrengruppe rechts :

Die rechte Herrengruppe, zu der auch Vogeler selbst gehört musiziert zur Freude der Anwesenden. Sie spielen wahrscheinlich ein Stück von Mozart, Bach oder ähnlichen, da Vogeler einerseits diese Musik liebte und andererseits, da die Instrumente (Violine, Querflöte und wahrscheinlich Kontrabass) zu diesen stücken passen.

Franz Vogeler :

Franz Vogeler steht im rechten Hintergrund; er gehört zu den Musikern und spielt die Querflöte. Das Heinrich Vogeler ihn mit ins Bild aufnahm, zeigt einerseits, wie bei jeder der Personen, dass er bei solchen Treffen anwesend war, aber andererseits auch, dass Heinrich eine gute Beziehung zu seinem Bruder hatte und sie  auch pflegte.

Martin Schröder :

Martin Schröder sitz im rechten Mittelgrund und spielt die Violine; er ist wahrscheinlich der Bruder von Rudolf Alexander Schröder, einem Bremer Poeten. Bei Martin Schröder ist es genauso wie bei Agnes Wulf unklar, warum Vogeler sie in sein Bild aufnahm.

Heinrich Vogeler :

Heinrich Vogeler malte sich selber im rechten Mittelgrund von Martin Schröder verdeckt mit einem Kontrabass oder einem ähnlichen Instrument in der Hand. Er fügte sich selbst vielleicht in das Bild ein, damit es nicht so wirkte als ob er außerhalb der kleinen Gesellschaft wäre und sie nur male. Außerdem war er bei jedem der Treffen anwesend, da er zu ihnen lud. Wahrscheinlich malte Heinrich Vogeler dieses Bild aus Erinnerungen an solche Abende und verdeckte sein Gesicht, um von sich kein Selbstporträt zu malen.

©  Christoph Sieb ( Klasse 9.4 GymLi)