Romfahrt 2016 - Bericht

Freitag, 11.03.2016

Unsere Romfahrt begann mit dem gemeinsamen Treffen um 9 Uhr am Bremer Hauptbahnhof. Mit dem Regional-Express sind wir bis zum Hannoveraner Hauptbahnhof gefahren und von dort aus brachte uns ein weiterer Zug zum Flughafen. Die Stimmung war gut, alle waren etwas aufgeregt und freuten sich auf die kommenden Tage.

Um 13:40 war es dann so weit – die "4U 3882" startete in Richtung Rom-Fiumicino. Gegen 15:20 landeten wir. Nachdem alle ihr Gepäck hatten, sind wir mit einem Bus zu unserem Hotel im Stadtteil Pigneto (etwas außerhalb des Zentrums) gefahren. Dort haben wir uns erst mal eingerichtet und sind danach alle gemeinsam mit dem Linienbus zum Trevi-Brunnen gefahren. Dort haben wir uns in Gruppen aufgeteilt und hatten etwas Freizeit – einige machten schöne Fotos am Brunnen, andere nutzten die Zeit um die Erste von vielen Pizzen zu verzehren, andere wollten einfach nur ein Eis essen und nach der langen Reise ein wenig entspannen. Am späten Abend fuhren wir dann zurück ins Hotel. Nachdem wir uns noch ein wenig über den Tag erzählt hatten sind wir alle müde in unsere Betten gefallen.

Samstag, 12.03.2016

Nachdem wir morgens alle aufgestanden sind - nach einer teils sehr unruhigen Nacht (das Hotel ist quasi ein infrastruktureller Knotenpunkt mit unter anderem einer mehrspurige Straße vor dem Hotel, einer 6-spurigen Zugstrecke dahinter sowie auch noch einer nahe gelegenen Autobahn) - haben wir gemeinsam gefrühstückt. Danach haben wir uns um ca. 10:00 bei tollem Sonnenschein und sommerlich-warmen 22°C mit dem Bus auf den Weg zum Kolosseum gemacht. Dort haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt, in welchen wir dieses monumentale Bauwerk erkundet und natürlich auch wieder viele Fotos gemacht haben.

Gegen Mittag sind wir mit der Metro zu den Vatikanischen Museen gefahren; bevor wir jedoch mit unserem Kulturprogramm weitermachten, gab es eine eineinhalb Stunden lange Pause, die von den meisten für den Verzehr italienischer Spezialitäten genutzt wurde.

Nach der Pause stellten wir uns in die Schlange vor dem Vatikan und nach einer Ewigkeit hatten wir uns durch die Sicherheitskontrolle "gekämpft" und es endlich geschafft – wir waren im Vatikanstaat. Unsere Führerin und Frau Dinklage machten sich auf den Weg zur Kasse, viele Minuten vergingen - bei uns machte sich langsam Verzweiflung breit - aber Frau Dinklage und "The Voice", wie sich unsere Führerin auch scherzhaft nannte, kamen einfach nicht wieder. Doch nach über einer halben Stunde war es endlich so weit – unser Ausflug in den Vatikan konnte beginnen. Es gab dort wirklich sehr beeindruckende und interessante Kunstwerke, als wir dann gegen 18 Uhr die Museen verließen, waren viele froh, denn das stundenlange Betrachten und Zuhören war doch sehr anstrengend. Außerdem wurde man regelrecht so durch die Gänge geschoben, dass von Ruhe keine Rede sein konnte – ironischerweise wurde man zudem beispielsweise in der "Sixtinischen Kapelle" per Lautsprecherdurchsagen um "Silentium" (Ruhe) gebeten. Dennoch gingen wir anschließend noch einmal in den Petersdom und sahen uns dieses gewaltige Bauwerk an. Danach fuhren wir mit der Metro zurück zum Hotel. Den Abend verbrachten einige noch mit kleinen Erkundungsgängen durch "unseren" Stadtteil, andere mit Einkaufen oder im Hotel.

Sonntag, 13.03.2016

Nach einer etwas ruhigeren Nacht sind wir an unserem zweiten vollständigen Tag in Rom mit einem Regionalzug nach "Ostia Antica" gefahren (die römische Hafenstadt an der Küste Italiens, knapp 30-40km von Rom), welche fast komplett ausgegraben wurde. Mal wieder war es sehr interessant und vor allem im Vergleich zur Stadt herrschte eine angenehm ruhige und nicht hektische Atmosphäre. Wir konnten sogar einige Gebäude von Bildern aus dem Lateinunterricht wiedererkennen. Am Abend sind wir dann – nachdem wir noch einen kurzen Aufenthalt im Hotel hatten - mit Bus und Metro zur "spanischen Treppe" gefahren, das war jedoch eher eine Enttäuschung denn die Treppe war aufgrund von Bauarbeiten komplett abgesperrt. Danach hatten wir noch etwas Freizeit um Abend zu essen.

Montag, 14.03.2016

Für den Montag stand viel auf dem Programm – nach einem guten Frühstück im Hotel haben wir zuerst den "Circus Maximus" besucht, wobei das doch sehr optimistisch gesagt ist, denn wenn man den geschichtlichen Hintergrund nicht kennt, dann war es eine ganz normale Wiese. Dennoch ließen wir uns den Spaß nicht nehmen und veranstalteten ein kleines Wettrennen. Darauffolgend besuchten wir die "Caracalla Thermen", die Überreste der größten, bekannten, antiken Badeanlagen Roms. Der Eindruck war gewaltig, ein riesiges Monument, umgeben von einem sehr schönen Park, in dem wir eine sehr gemütliche und - dank des super Wetters - schöne Mittagspause verbrachten.

Alles hat ein Ende, auch die schönste Pause und so machten wir uns gegen 13:30 auf den Weg zum Forum Romanum. Nach einer wie immer "spaßigen" Sicherheitskontrolle waren wir alle drinnen und das Staunen konnte beginnen. Neben einigen lustigen Bilder, waren allgemein die Eindrücke einfach unglaublich, denn auch das Forum kannten wir aus dem Lateinunterricht, jedoch dieses alles einmal in Echt zu sehen war wirkliche eine tolle Erfahrung. Nach dieser Besichtigung sind wir zurück ins Hotel gefahren und am frühen Abend mit dem Bus nach Trastevere, dem Studentenviertel Roms, welches eine tolle Atmosphäre und verhältnismäßig günstige, aber trotzdem sehr gute Restaurants bietet. Wir teilten uns wiedermal in Kleingruppen auf und verbrachten einen schönen Abend, der mit einer lustigen Fahrt zurück ins Hotel beendet wurde.

Dienstag, 15.03.2016

Der letzte Tag stand zur freien Planung zur Verfügung und so begab es sich, dass wir nach dem gemeinsamen Besichtigen des Pantheons, der größten nicht-bewehrten Betonkuppel der Welt, uns in Gruppen aufteilten. Einige wollten einen Hart-Stein Kaffee trinken oder sich dort auch nur mit ordentlich Merchandise-Artikeln eindecken, andere wollten einfach nur Souvenirs kaufen und wiederum andere – darunter auch unsere Gruppe – hatten Lust auf Adrenalin und so haben wir, nach dem wir die sehr schöne Engelsburg besichtigt hatten, uns auf den erneuten Weg zum Petersdom gemacht. Diesmal allerdings hatten wir uns vorgenommen, die 510 Stufen nach oben zur Kuppel zu besteigen und damit den höchsten Punkt Roms zu besuchen. Nachdem wir wieder einmal lange in der Schlange und der Sicherheitskontrolle standen, konnte es losgehen. Der Anfang ging noch sehr einfach, doch später wurden die Treppenstufen sehr schmal und steil, man konnte sich teils nur noch an einem Seil festhalten. Doch all die Mühen waren es wert - der unglaubliche Ausblick hat für alles entschädigt. Am Abend sollte es noch einmal nach Trastevere gehen, um ein gemeinsames Abschlussessen zu genießen. Dafür wollte sich der Rest der Reisegruppe das Restaurant, welches am Tag zuvor von unserer Kleingruppe aufgesucht wurde, mal genauer anschauen. Es war schon recht spät geworden, als wir uns nach einem leckeren Abend auf den Weg machen wollten (eine kleine Gruppe war bereits vorausgefahren, aber knapp die Hälfte von uns war noch da), doch das sollte sich nicht so einfach gestalten, es war knapp 22:15 Uhr und wir warteten an der Haltestelle auf unseren Bus (die Linie 81), dazu sei gesagt, dass es in Rom keine wirklichen Fahrpläne gibt und die Busse eher dann mal fahren, wenn der Fahrer gerade Lust darauf hat, doch die Zeit verging und nach einer gefühlten Ewigkeit schafften wir es durch Warten und das Nutzen einiger verschiedener Linien dann doch noch ins Hotel.

Mittwoch, 16.03.2016

Dieser Tag kam schneller als erwartet. Wir hatten uns gerade recht in Rom eingelebt, da sollte auch schon das Ende unserer Romfahrt kommen. Der Vormittag lag in freier Gestaltung, wobei sich dieser aber durch das Zusammenpacken des Gepäcks und Besorgen der letzten Vorräte für den Rückflug ergab. Gegen 13:00 kam unser Bus, der uns zum Flughafen brachte. Nach einer langen, aber gemütlichen Reise, waren wir um kurz vor 20 Uhr wieder in Lilienthal angekommen. Insgesamt war es wirklich eine sehr tolle Reise und wir waren alle traurig, dass es schon vorbei war.