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Das Fach Darstellendes Spiel
Im Schuljahr 1998/99 wurde dieses dritte
musische Fach am Gymnasium Lilienthal eingeführt - wir gehörten damals
zu den ersten Schulen in Niedersachsen - und auch heute noch hat es
"Exotenstatus", schon weil es nur an wenigen Schulen
unterrichtet wird. Dabei gelten ähnliche Auflagen wie für jedes andere
Fach in der Oberstufe (Darst. Spiel wird bei uns nur von Jg. 11-13
unterrichtet) auch:
Das Fach findet im Grundkurs
dreistündig statt, pro Schuljahr werden drei Klausuren durchgeführt.
Zwei Klausuren beschäftigen sich mit theoretischen Aspekten des Theaters
bzw. der gerade bearbeiteten Inszenierung. Beispiele: Wie kann eine
bestimmte Theatertheorie in die Praxis umgesetzt werden? Wie müssen dafür
die Bühne, die Kostüme, die Spielweise gestaltet werden? Wie sieht eine
Person aus dem bearbeiten Stück sich, die anderen, die Lebensverhältnisse?
Oder: Kritik für die Schülerzeitung zu einer gemeinsam besuchten Aufführung
schreiben.
Allerdings - hier beginnen die Unterschiede - ist eine der Klausuren eine
"spielpraktische Prüfung", in der eine Spielvorlage
ausgeschaltet und in Kleingruppen vorgeführt wird. Ein weiterer
Unterschied: Weder kann man das Fach als Leistungs- noch als Prüfungskurs
wählen -leider. Eine Einführung als P4-Fach, wie bereits in Bremen,
Hamburg und Brandenburg praktiziert, wurde uns aber in Aussicht gestellt.
Die Inhalte
| Jahrgang
11: |
Entwicklung
von Spielbereitschaft, Spielfähigkeit und Spielphantasie durch
Erarbeiten und Aufführen kleiner Szenen und Collagen. |
| Jahrgang
12/13: |
Erarbeitung einer Aufführung.
Dazu gehören im praktischen Bereich Improvisationen,
Rollenspiele, Ausdrucks- und Stimmübungen, Licht- und Tontechnik,
Kostüme, Maske, Bühnenbild, Schreiben eigener Szenen und
Rollenbiographien. |
Die theoretische Arbeit tritt
in der Kursstufe stärker in den Vordergrund. Sie dient der Erarbeitung
von Theatertheorien und der kritischen Würdigung von Theateraufführungen.
Sie soll zum Verständnis eines Autors, einer Epoche, einer Stilrichtung,
eines Stückes und zur Entwicklung eigener Formen führen.
2001 und 2002 nahmen und nehmen wir am Bremer projekt WHIRLSCHOOL teil.
Profitänzer und -Tänzerinnen entwickeln und proben ein Tanztheaterstück
mit uns, das dann im Rahmen des "Tanzherbst"-Festivals im
Schlachthof HB präsentiert wird.
Weiter nahmen und nehmen wir
an einigen Angeboten des Bremer Theaters teil:
- Theaterführungen
- Stückbegleitungen
- Probengespräche
- Besprechung eigene szenische Entwürfe
- Premiere
- Vor-und Nachbereitung von Theateraufführungen
- Anschauen und gemeinsames Besprechen von
Inszenierungen
Die Lehrkräfte:
Antje Schloen, Jan Thorun |