Die Aquaristik AG
bietet interessierten die Möglichkeit, Tier- und Pflanzenarten verschiedener Erdteile zu
pflegen und zu züchten sowie Methoden der Wasseranalyse kennenzulernen.
Es werden Tiere mit
unterschiedlichern Brutpflegeverhalten ( Maul-, Offen- und Höhlenbrüter) sowie
Schwarmfische gepflegt. Die Pflanzen- und Tierentwicklung soll unter verschiedenen
äußeren Bedingungen untersucht werden. In einer Versuchsreihe werden verschiedene
Wasserpflanzen auf ihre Eignung, Schadstoffe in Gewässern zu entfernen, hin untersucht.
Hinter der Rückwand der Dreifachsporthalle wurde ein zuvor verwahrlostes
Wasserrückhaltebecken (ca. 600 qm) mit angrenzender nahezu vegetationsloser Umgebung in
ein Feuchtbiotop mit üppiger Vegetation zurückverwandelt. Mit großem Engagement legten
Schülerinnen und Schüler eine artenreiche Wildpflanzenhecke sowie eine Wildblumenwiese
an. Unter ständiger Kontrolle und zur Freude der Mitglieder der Arbeitsgruppe entwickelte
sich die Flora und Fauna von Jahr zu Jahr immer besser. Für dieses Projekt wurde den
beteiligten Mitgliedern der Gruppe im Rahmen von Umweitschutzwettbewerben ein Erster Preis
verliehen.
Im Juni 1994 hat das Gymnasium Lilienthal einen Patenschaftsvertrag unterzeichnet,
in dem es sich verpflichtet, regelmäßig Gewässeruntersuchungen und Pflanzenbestimmungen
im neu geschaffenen Überschwemmungsgebiet an der Wörpe durchzuführen.
In diesem Gebiet - dem Renaturierungsgebiet Verenmoor - wird die Entwicklung der
Flora und der Fauna untersucht und dokumentiert. Außerdem wird das Wasser der Wörpe
ständig kontrolliert.

Hierzu schreibt das Niedersächsische Kultusministerium in seinem Sonderheft
"Beispiele Umweltkontaktschulen in Niedersachsen" im Dezember 1998 auf Seite 33
unter der Überschrift Umweltbildung am Gymnasium Lilienthal:
"... Für ein neu zu gestaltendes, etwa 7 ha großes Überschwemmungsgebiet an
der Wörpe übernimmt das Gymnasium Lilienthal die Patenschaft In Zusammenarbeit mit dem
staatlichen Amt für Wasser und Abfall in Verden, dem Wasser und Bodenverband Teufelsmoor
sowie der Gemeinde Lilienthal. Die Erdarbeiten sind Ende April begonnen worden. Die
Entwicklung der Flora und Fauna 'in dem periodisch überfluteten und mit Stillgewässern
versehenen Gelände wird im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften genau untersucht und
dokumentiert. ... Die Schülerinnen und Schüler wurden für ihre Aktivitäten schon
mehrfach ausgezeichnet. Die Presse berichtete mehrmals ausführlich über den engagierten
handlungsorientierten Einsatz der Schüler/innen und Schüler. Das Gelände wurde bereits
im Rahmen von Lehrerfortbildungen vorgestellt, auch im Rahmen des
Lehrerfortbildungsprojekts "Regionale Umweltbildung ".
Das Gelände wird zunehmend in den Biologieunterricht einbezogen. Die Schülerinnen
und Schüler lernen außerschulische Institutionen kennen bzw. werden in Zukunft mit ihnen
zusammenarbeiten, erlangen zunehmend eine bessere Artenkenntnis und Einblick in bestimmte
Messverfahren. Die bereits verwirklichten Umweltprojekte sind so angelegt, dass sie auch
im eigenen Garten, ggf. im kleinen Maßstab, nachvollzogen werden können. ... Die
Betreuung der Aktivitäten ist zwar sehr zeitaufwendig, wird aber durch die Begeisterung
der Schülerinnen und Schüler aufgewogen. |