| Quellenvorstellung und -wiedergabe |
Dieses Herangehen
an geschichtliche Quellen wird von der 5.Jahrgangsstufe an eingeübt, es muss jedem
Schüler quasi in das Blut eingehen, denn alle Leistungskontrollen (Klassenarbeiten,
mündliche Prüfungen, Klausuren, Abiturarbeiten) beruhen auf diesem methodischen Muster.
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1a.
Untersuchung der Quelle auf äußere (formale) Merkmale:
- Autor, Erscheinungsort, Erscheinungsdatum
- Quellenart: Urkunden, Akten,
Vorträge, Reden, Briefe, Dichtung, Geschichtsschreibung, Tagebücher etc.
- Primär- oder Sekundärquelle (mit Begründung)
- Quellencharakter, -wesen
1b. Abriss des Stoffthemas der Quelle, Abstraktion:
- Kurze zusammengefasste, abstrahierte Darstellung des Quelleninhalts
(mit Tendenz)
1c. Erschließung des unmittelbar mitgeteilten Inhalts:
- Den Text in seiner Intention verstehen und wiedergegeben
- Herausarbeitung von Kernaussagen, Schlüsselwörtern oder wichtigen
Begriffen,
- Ordnung der Kernstellen in Form einer übersichtlichen Gliederung,
z.B. in Thesen, in einem
- Diagramm, in einer Tabelle oder z.B. in einem Schaubild
Achtung:
- reine Inhaltswiedergabe, keine Interpretation
- weiterführende Erläuterungen, Erklärungen, Beispiele, die der
Autor zur Unterstreichung
- seiner Ansichten anführt, sind nur kurz zu benennen, nicht jedoch im
einzelnen darzustellen
- Zusammenfassung in eigenen Worten!
- Keine Zusätze und Ergänzungen!
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Da dieses Muster
der Bearbeitung von Quellen zu Beginn jeder Prüfungssituation angewendet werden muss,
wird auch erreicht, dass der Schüler bei einem bekannten Vorgehen über die Erarbeitung
der formalen Charakteristika der Quelle(n) Sicherheit gewinnen kann.
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2. Bearbeitung
einer Aufgabe in Zusammenhang mit der Quelle:
- Reproduktion und Organisation gelernten Wissens
- Transferleistungen gemäß einer Aufgabenstellung
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3.
Überprüfung, Reflexion, Problematisierung, Stellungnahme, Wertung:
- Überprüfung des historischen Erkenntniswertes des Textes
- Zuverlässigkeit des Autors
- individuelle Persönlichkeitsmerkmale, soweit bekannt
- soziale Stellung, Weltanschauung, Wertmaßstäbe und/oder Sach- oder
- Werturteile
- Reflexion und Problematisierung des mitgeteilten historischen
Sachverhalts
- Wie wird im Text argumentiert?
- (z.B. logisch, schlüssig, sprunghaft, widersprüchlich, provokativ,
einseitig, mehr rational, mehr emotional)
- Wird der Sachverhalt richtig oder falsch dargestellt?
- Kriterien für richtig oder falsch müssen angegeben werden.
- Jede eigene Behauptung muss belegt begründet, werden!
- Ist der Sachverhalt möglichst umfassend oder nur lückenhaft
dargestellt?
- Fehlt Wichtiges? Warum? Was ist betont, was nicht? Lässt der Autor
etwas absichtlich weg?
- Welches Problembewusstsein lässt sich beim Autoren feststellen? ...
- Wie ist der dargestellte Sachverhalt zu bewerten?
- Bzw. die geäußerte Meinung? (z.B. wichtig, unwichtig,
weiterführend, irreführend. realistisch, utopisch,
- ausgewogen, rückwärtsgewandt, kühn, umfassend, genau, grob,
differenziert, einseitig ...)
Achtung - die
Urteile müssen einleuchtend begründet sein! |
Dieser Teil einer Quellenbearbeitung ist der
anspruchvollste Teil (Anforderungsbereich 3), da hier die Anwendung von konkretem Wissen
zusammen mit geleisteten Abstraktionsprozessen zu einem eigenen Urteil, zu einer
Stellungnahme, die in sich logisch und begründet sein sollen, führen soll.
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| Zusammenfassender
Überblick
1a.
Vorstellung der Quelle
Titel und Verfasser
Fundstelle
Quellenart
Quellentyp und Begründung
Quellencharkter, -wesen
1b. Quellenabstraktion
1c.
Quellenwiedergabe in eigenen Worten
Wiedergabe oder
Zusammenfassung oder
Thesen oder
andere Form
(je nach Aufgabenstellung)
2.
Bearbeitung einer Aufgabe in Zusammenhang mit der Quelle
3. Stellungnahme, Kritik
Überprüfung der Quellenaussage an
der Wahrheit/Realität
Kritik anderer
Vergleich mit anderen Quellen
Deine Meinung, Kritik, Wertung
(je nach Aufgabe) |
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